| Notizen |
- Joseph war der erste Sohn einer Familie mit sieben Kinder. Wie schon seine Eltern arbeitete er bis zum zwanzigsten Lebensjahr in der Ziegelei. Für seinen Militärdienst musste er sich in Epinal beim Regiment der Genietruppen vorstellen. Seine erste Zeit in dieser Kaserne war sehr schwer, da er nur elsässisch sprach. Da er kein Wort französisch sprach und immer nur Heimweh hatte, setzte er sich einmal auf den Gehweg und weinte. Ein guter Mann bot ihm ein Glas Wein an und zeigte ihm den Weg zur Kaserne. Nach seinem Militärdienst verließ er das Elternhaus und zog nach Paris. Im Alter von 22 Jahren begegnete er seiner späteren Frau Raymonde Victorine Le Calvez. Während des zweiten Weltkrieges arbeitete er bei dem Autohersteller "Renault". Aus den folgenden Gründen musste er fliehen und sich vor den Deutschen verstecken:
Im Juni 1940 beauftragte ihn die Direktion der Renault-Werke mit einer geheimer Mission. Er sollte hinter den feindlichen Linien in den Ardennen/Belgien mit einem Lastwagen einen Tankmotor holen. Wieder zurück in Paris sind ihm die Deutschen zuvorgekommen. Er suchte einen teil seiner Familie zusammen, seine Mutter, seine Frau und André-Raymond und fuhr als Leiter des Lastwagen-Konvois nach Saint Nazaire, um die Lastwagen den Engländer zu liefern. Dort angekommen, fand er nur ein verlassenes Lager, die Engländer waren am Abend zuvor abgereist. Am übernächsten Morgen hatten ihn die Deutschen entdeckt und er wurde während drei Tagen von der Gestapo verhört. er kehrte nach Paris zurück, wurde aber weiterhin von den Deutschen verfolgt und schikaniert. Deshalb suchte er mit seiner ganzen Familie Zuflucht in Chateauvilain, einem kleinen Dorf der Haute Marne in Frankreich. Nach dem Krieg kehrte er ins Elsass zurück und verlies es nie wieder. Er verstarb 1964 mit 57 Jahren an einem Hirntumor.
Joseph hatte ein Unfall. Bei der Reparatur des Wetterhahns auf der Kirchturmspitze von Saale ist einem Arbeiter ein Schlüssel oder Hammer aus der Hand gefallen, der Joseph direkt auf den Kopf traf. er fiel zu Boden, war kurze Zeit bewusstlos, suchte aber keinen Arzt auf und machte sich erneut an die Arbeit. Um seine acht Kinder aufzuziehen und alle einen Beruf erlernen zu lassen, hat er sehr hart gearbeitet.
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