- Nach einem schwerwiegenden Streit zwischen dem Bürgermeister Emil Emmerling und dem Ratsmitglied Joseph Wolf legte Emmerling sein Amt nieder. Konkurrent Joseph Wolf wird zum Bürgermeister gewählt. Dieser ist Mitglied der Bayrischen Volkspartei/Zentrum.
Am Abend des 24. März 1933 wird der Bürgermeister Wolf in seiner Wohnung in der Rheinstraße von SA-Männern, denen sich auch andere angeschlossen hatten, verhaftet.
Die Gruppe hatte sich vorher in ihrem Parteilokal, dem Gasthaus "Zum Lamm" getroffen, von dort aus sind sie vor das Haus des Bürgermeisters gezogen und haben ihn aufgefordert, herauszukommen. Dabei wurden auch Schmährufe laut. Es ist sogar aus der Gruppe ein Warnschuss abgegeben worden. Der Bürgermeister ließ sich unter Protest, aber ohne ernsthaften Widerstand, in Haft nehmen und abführen. Er wurde, von SA-Leuten eskortiert, nach Germersheim gebracht, wo er einige Tage festgehalten wurde. Nach seiner Entlassung aus der "Schutzhaft" wurde er nach München beordert und "umgedreht" und kam von dort als nationalsozialistischer Parteigänger zurück. Bei der Wahl des Bürgermeister am 27.04.1933 im Gemeinderat wurde Wolf (NSDAP) wiedergewählt.
Quelle: Ortschronik von Ernst Marthaler
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