| Notizen |
- In einem Schreiben des Kgl. Appelationsgerichts in Zweibrücken vom 29.07.1848 heißt es: "Jakob Schardt aus Leimersheim ist wegen Hochverrats im badischen Oberland angeklagt. Schardt ist 23 Jahre alt, er gibt sich als Professor der deutschen Sprache aus und hat sich zuletzt in Paris aufgehalten. Er ist der Sohn der Eheleute Philipp Jakob Schardt und Anna Elisabeth Haßlacher. Er ist angeklagt der Theilnahme an den hochverräterischen Attentaten, welche den gewaltsamen Umsturz der deutschen Regierungen und der Einführung der Republik zum Zwecke hatten und im April 1848 im badischen Oberland ausgeführt oder auszuführen versucht wurden. Er ist in Haft..."
Das Bürgermeisteramt antwortete: "Schardt war anfänglich seiner Jugend bei Pfarrer Krebs. Dieser erzog ihn im Unterricht lange Jahre bis sich Sch. endlich den Schullehrerfach widmete. Er ist mehrere Jahre als Preparantenlehrer in hiesiger sowie verschiedenen anderen Gemeinden verwendet, bis er endlich in das Schullehrer-Seminar aufgenommen werden wollte... Schardts Existenz ist allerdings verloren, zudem derselbe noch einen hohen Geist besaß und ihm zu wenig war, sich so lange herumzutreiben. Sch. war 3-4 Jahre in Paris, wie seine Briefe an die Eltern beweisen... Wie ich gehört habe, soll er Hauslehrer gewesen sein...In Leimersheim hat sich Sch. stets sittlich und musterhaft betragen...Sch. ist von braven Eltern. Sein Vater und seine Brüder arbeiten fortwährend im Tagelohn..."
Quelle: Leimersheim 778 -2003, die Geschichte eines Dorfes am Rhein von Ernst Marthaler
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